Jürgen Münzner
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Das Duell der Todten in der Kirche zu Alt-Gaarz.
Sage aus Mecklenburg
Auf der Halbinsel Wustrow, die sich im Norden Mecklenburgs tief in die Ostsee hineinzieht, lebte vor etwa 150 Jahren ein reicher Gutsbesitzer, Herr von der K. war sein Name. Er war auch zugleich Patron der Kirche zu Alt-Gaarz, welcher Ort hart am Eingange der Halbinsel Wustrow liegt.
Dieser Herr von der K. hatte das Recht, mit seiner Equipage auf den Kirchhof fahren zu dürfen. - Noch jetzt bezeichnen uns 4 eiserne Ringe an seiner Kapelle den Ort, wo man die Rosse während des Gottesdienstes festband.
Um dieses Recht war er schon vielfach beneidet worden, besonders verdroß es den stolzen Herrn von P. , damaligen Erbherrn auf Mechelsdorf. Schon lange hatte er sich mit dem Gedanken getragen, es dem Erbherrn auf Wustrow entgelten zu lassen, ein solches Vorrecht zu besitzen, und bald bot sich ihm eine günstige Veranlassung dar.
Er fuhr nämlich einmal zur Kirche, und Herr von der K. war nicht da. Ohne sich zu besinnen befahl er seinem Kutscher, auf den Kirchhof zu lenken und auch an der Kirche, bei der Kapelle des Erbherrn auf Wustrow anzuhalten. Es geschah; doch glücklicherweise kam Letzterer nicht zur Kirche, sonst würde sich schon hier auf dem Friedhofe zwischen den beiden Gegnern, die sich tödtlich haßten, ein Duell auf Leben und Tod entsponnen
Aber schon Mittags erfuhr Herr von der K., wie frevelntlich der Erbherr auf Mechelsdorf in seine Rechte gegriffen. Zornglühend bestieg er sein Reitpferd und sprengte in stürmender Hast nach Mechelsdorf, um ihn im Duelle für die höhnende Verletzung seines Rechtes zu züchtigen. Nur ein einziger treuer Diener begleitete ihn zu Pferde und überbrachte Herrn von P. die Herausforderung auf Leben und Tod.
Dieser saß eben an der Mittagstafel, als der Diener des Erbherrn von Wustrow keck in den Saal trat und ihm den Fehdehandschuh seines Herrn vor die Füße warf.
Herr von P. ergrimmte über eine so kühne Herausforderung, langte schnell zwei Pistolen aus seinem Waffenschranke und sprach, ohne den Handschuh aufzuheben, zu dem Diener:
"Deinem Herrn soll sein Recht werden!" Er eilte hinaus auf den Hof, wo hoch zu Roß mit blitzendem Säbel der Erbherr von Wustrow hielt.
Herrn von der K.'s Auge funkelte in wildem Grimme und mit zornbebender Stimme donnerte er seinem Gegner entgegen:
"Zu den Waffen! Rache dem Beleidiger!"
Doch Herr von P. ohne ihn einer Antwort zu würdigen, erhob sein Pistol und drückte es ab auf das Herz des Erbherrn von Wustrow.
Nur zu gut traf der Schuß. Ohne einen Schrei auszustoßen sank Herr von der K. entseelt vom Pferde. Das treue Roß aber, als fühle es den Verlust seines Herrn, jagte davon in fliegender Hast, heim nach dem Schlosse seines so schmählich ermordeten Herrn, um dort die Trauerbotschaft den ängstlich Harrenden zu verkünden. Der treue Diener sprengte in wildem Galopp hinter drein; denn auch auf ihn hatte Herr von P. losgedrückt, um ihn für die kühne Forderung zum Zweikampfe zu strafen. Wovon das mit Schweiß und Blut bedeckte Pferd schon eine Ahnung auf Wustrow eingeflößt, davon brachte der Diener Gewißheit.
Aber auch noch jetzt war die Rache des stolzen Herrn von Mechelsdorf nicht befriedigt, noch im Tode wollte er seinen so bitter gehaßten Feind beschimpfen.
Er ließ den Leichnam nach Alt-Gaarz schleifen und dort auf die Dünen am Eingange der Halbinsel Wustrow werfen, wo die kühlen Wellen der Ostsee den Leichnam netzten und das Blut von seinen Wunden spülten.
Hier fanden ihn die Gutsinsassen von Wustrow. Er wurde nach seinem Schlosse gebracht und wenige Tage hernach unter langer Klage in serner Familiengruft beigesetzt.
Aber die göttliche Vergeltung ruhte nicht ob solcher fluchwürdigen That. Wenige Tage später ereilte auch den Mörder ihr rächender Arm, und auch den Herrn von P. begrub man in der Kirche zu Alt-Gaarz, nicht weit vom Altare.Nun aber war der sanfte Frieden, so sonst auf diesem stillen Gotteshause ruhte, geschwunden, und die heilige Stille im Innern der Kirche wurde durch einen tobenden Lärm, untermischt mit Waffenruf und Schwerterklang, gestört. Am hellen Mittage sowol, als im stillen Dunkel der Nacht vernahm man von dieser Stätte des Friedens ein nie endendes Waffengeklirre, als ob zwei erbitterte Feinde im wüthenden Handgemenge mit einander seien.
Dies war natürlich Allen auffallend, und einige beherzte Männer wagten sich am hellen Tage hinein, in die hehren Räume des Gotteshauses, um die Ursache des Lärms zu ergründen. Da war zwar Alles still, und nur Ruhe und Frieden schien in der Kirche zu wohnen; aber waren sie wieder hinausgegangen, dann vernahm man wieder dasselbe Getöse, denselben Waffenschall, dasselbe durchdringende Angstgeschrei und das Röcheln eines von der scharfen Klinge zum Tode Verwundeten. Darnach schien dann Alles still zu werden.
Aber auf's Neue entbrannte der Kampf, stärker und gellender wurde das Angstgeschrei des Sterbenden, heller und durchdringender ertönte der Triumphruf des Siegers. Entsetzt flohen Alle davon, Niemand wagte sich in die sonst so friedlichen Räume des Gotteshauses hinein, Jeder befürchtete, es könne ihn der scharfe Stahl der unsichtbaren Kämpfer treffen.
Verödet stand die Stätte des Friedens; sie, sonst der Sammelplatz einer großen Volksmenge, stand nun vereinsamt da, jetzt nur noch ein Kampfplatz von unseeligen, feindlichen Geistern, die selbst im Tode keine Ruhe hatten.
Als zuletzt weder Prediger noch Küster über die Schwelle des Gotteshauses zu treten wagten, sah man sich genöthigt, die Leichen der beiden erbitterten Feinde zu trennen und damit den Kampf zu beendigen.
Die Leiche des Herrn von P. wurde aus der Gruft genommen, nach Wismar gebracht und dort begraben.
Seitdem herrschte wieder Ruhe im Gotteshause zu Alt-Gaarz.
Ausflugsstrecke ab Fährhafen Schaprode über Garz, Wustrow, Mechelsdorf nach Wismar
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Auf dem Meere
Ausgetobt die wilden Stürme,
Heiter, friedlich glänzt das Meer,
Nichts erinnert an die Kämpfe,
Todesseufzer bang und schwer.
Eine Kapsel, fest verschlossen
Schaukelt auf dem weißen Schaum
Und der Fischer, sorglos singend
Wirft sie in des Schiffleins Raum.
Ist die Kapsel erst zerbrochen,
Liest er von dem gelben Blatt
–Wie viel Schätze, Glück und Leben
Jüngst das Meer verschlungen hat,
Liest, was eines Menschenkindes
Todgeweihte Hand noch schrieb,
Als der Sturm das Fahrzeug näher
–Näher stets dem Abgrund trieb ....
Und so gleichet dieses Büchlein
Jener Kapsel, die zum Strand,
Schon versinkend, hülflos schleudert
Eine todgeweihte Hand.
Quelle:
Aus der Asche - Neue Gedichte 1870 von Ada Cristen
Ferienwohnungen und Appartments auf Hiddensee...
Ausflugsziele auf Rügen: Inselbad Putbus die "Weisse Stadt" oder "Rosenstadt" mit Schlosspark, Wildgehege und Ausblick auf die Boddenlandschaft, Kap Arkona, Arkonaburg, Ausstellung, Seenotrettung, Marinebunker, Nebelstation Gellort, zwei Leuchttürme, ein Peilturm, zwei Militärbunker, die slawische Jaromarsburg, Restaurants, Kneipen und Souvenirläden. Vorwiegend im Winter kommt es immer wieder zu teilweise großen Abbrüchen am Kap. Kap Arkona wird oft als der nördlichste Punkt Rügens bezeichnet, was jedoch nicht ganz stimmt, der Gellort, einen Kilometer nordwestlich ist noch weiter nördlich gelegen. Direkt am Fuße des Gellorts liegt der 165 t schwere Findling Siebenschneiderstein, auf Plattdeutsch Söbenschniedersteen.
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Der Rabenstein von Ernst Moritz Arndt...
Vor langer langer Zeit lebte zu Boldevitz auf Rügen Herr Friedrich von Rotermund, ein reicher und vornehmer Herr, der vieler Kaiser und Könige und Potentaten in schweren Fällen Kriegsobrister gewesen war. Der brachte aus der Türkei oder aus der Tartarei, kurz aus den Heidenländern, wo sie Weiber kaufen, wie bei uns die Pferde, ein wunderschönes Weib mit, von welcher kein Mensch wußte, ob sie eine Heidin oder Christin war. Sie war aber nicht sein eheliches Weib sondern seine Kebsin. Mit dieser zeugte er ein Feierabendskind, und das war ein Knabe und hieß auch Friedrich. Es war aber kein Friederich sondern ein rechter Kriegerich; denn der Krieg und die Wildheit steckte darin, und er war von keinem Schulmeister noch Züchtiger zu bändigen sondern ging durch wie ein kosackisches oder tartarisches Pferd. Er war schön wie Sonnenschein und stark wie Eichbäume und bei all seiner Wildheit den Menschen über die Maaßen angenehm und gefällig.
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Ostseebad Bansin + Neuhof - Insel Usedom...
Ostseebad Bansin + Neuhof - Insel Usedom - Bansin ist von Herbst 1910 an Bahnstation der Bahnstrecke Swinemünde-Wolgast, von Heringsdorf aus leicht zu erreichen, mit Wagen in 20 Minuten, zu Fuß in 1/2 Stunde. Wahlfreie Fahrkarte nach Heringsdorf oder Bansin. Von der Heringsdorfer Brücke Motorbootanschluß vom Dampfer nach Bansin auf direkte Karten. Hotels an der Strandpromenade, in der Seestraße, mit Restaurant, Konditorei und Cafe. Kurhaus, mit eigener Konditorei, Kaiser Wilhelm-Brücke - Seebrücke. Ahlbeck Landungsbrücke mit Restaurant. Außerdem in etwa 100 Villen Privatwohnungen. Saison vom 1. Juni bis Ende September, Hauptsaison von Mitte Juni bis Ende August. Kurtaxe: 3 Tage frei.
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Künstlerkolonie Hiddensee, Seebühne, Figurentheater, Fischereimuseum, Lütt Partie, Grod Partie,...
Schon Anfang des 20. Jahrhunderts hatte die Insel Hiddensee den Ruf einer Künstlerkolonie. Künstler aller Art verbrachten auf Insel Hiddensee die Sommermonate und hielten die Eindrücke in ihrer Arbeit fest. Auch während der DDR-Zeit hielten sich zahlreiche Künstler regelmäßig auf Hiddensee auf, reflektierten Alltag und Landschaft in Gemälden, Blättern und Büchern. Weiter gibt es auf Hiddensee ein Zeltkino, die Seebühne, ein Figurentheater, die Galerien Am Seglerhafen in Vitte und Am Torbogen in Kloster. 2006 bis 2007 wurde ein ehemaliger Netz- und Geräteschuppen zum Fischereimuseum Lütt Partie / Kleine Einheit umgebaut. Der Name stammt aus Zeiten, als es noch ein Netz- und Geräteschuppen war. Es gab damals einen großen und einen kleinen Netz- bzw. Geräteschuppen, der große hieß im Volksmund Grod Partie, der kleinere Lütt Partie. Seit 2007 präsentieren und erklären Fischer der Insel Hiddensee dort Fischereigeräte und erzählen zur Fischereigeschichte und Geschichten aus dem Arbeitsalltag.
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Strelasund zwischen Insel Rügen und Festland Mecklenburg-Vorpommern...
Im Strelasund fanden 1362 und 1369 Schlachten zwischen dem dänischen König Waldemar IV. und der Hanse-Flotte statt. Die zweite Schlacht fand 1370 mit dem Frieden von Stralsund ihren Abschluss. Die Preußensäulen, zwei über 15 m hohe Denkmäler wurden 1854 und 1855 im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. an der Südostküste der Insel Rügen bei Neukamp und Groß Stresow errichtet.
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Seebad Wiek und Dranske - Ausflugsziele auf der Insel Rügen...
Wiek, das größte Kirchdorf auf Wittow, Badeort und Sommerfrische mit geringem Wellenschlag. Bequeme Ausflüge mit der Kleinbahn, mit Dampfer nach Hiddensee, mit Boot in die Kiefernwaldung des Bug, der schmalen Landzunge am Wieker Bodden, oder über Altenkirchen nach Arkona, über Wittow auf den Bökenberg einem beliebten Ausflugspunkt. Post und Telegraph neben Schütts Gasthof. Eisenbahn nach Altenkirchen und Bergen. Dampferverbindung mit Stralsund. Privatwohnungen: von 6 Mark an die Woche. Dranske, etwa 1 1/2 St. von Wiek entfernt, von beiden Seiten von Wasser der Ostsee u....
Inselbad Putbus auf Rügen - Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus - Wildgehege - fürstlicher Park - Zirkus ...
Putbus, auch "Weisse Stadt" oder "Rosenstadt" genannt, die jüngste Stadt mit dem ältesten Inselbad auf Rügen, erhielt auf Verordnungen von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus ab 1810 den klassizistischen Stadtkern mit strahlend weißen
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Monika & Jürgen Münzner,
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Kloster / Hiddensee / Rügen, 13.02.2012 12:17:33 Uhr
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